Mutig, innovativ und dennoch behutsam

  • Der Architekt DI Bernd Pflügl (am Bild ganz links) von BUSarchitekten präsentiert das Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron.© BOAnet.at
  • Der Architekt DI Bernd Pflügl von BUSarchitekten präsentiert das Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron.© BOAnet.at
  • Das Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron gehört zu den spannendsten Architekten unserer Zeit. © Herzog & de Meuron/Tobias Madörin
  • Vitra Haus – Vitra Campus: In Weil am Rhein haben Herzog & de Meuron für Vitra ein außerordentliches Gebäude konzipiert, das dem renommierten Möbelhersteller als Flagshipstore und Museum dient. © www.vitra.com
  • Vitra Haus – Vitra Campus: In Weil am Rhein haben Herzog & de Meuron für Vitra ein außerordentliches Gebäude konzipiert, das dem renommierten Möbelhersteller als Flagshipstore und Museum dient. © www.vitra.com
  • Innenansicht des Museums mit ausgewählten Designklassikern aus der Vitra-Kollektion.© Dr. Bernd Gross _ CC O

Das Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron gehört zu den spannendsten Architekten unserer Zeit. Sie bestechen durch ihre ausgereifte Balance zwischen innovativer Kraft, beachtlichem Mut zur Umsetzung, sauberer Ausführung und gleichzeitig einem behutsamen Umgang mit dem Ort.

Herzog & de Meuron entwickeln innovative Ideen und erfinden ihren Stil immer wieder neu. Dadurch lässt sich auch kaum eine Schublade finden, in die man sie hineinstecken könnte. Besonders reizvoll ist die Kombination aus sauberer Ausführung und spannenden Raumfolgen. Neben ihren innovativen und mutigen Realisierungen bewahren sie zudem stets einen respektvollen Umgang mit dem Ort und nehmen Bezug auf die Umgebung. Sie verstärken Ausblicke und lenken den Blick genau dorthin, wo es etwas Schönes oder Interessantes zu entdecken gibt

Ihre Exzellenz zeigt sich etwa am 2009 fertig gestellten VitraHaus in Weil am Rhein. Es dient dem Möbelhersteller als Flagshipstore und gleichzeitig auch als Museum für die beachtliche Möbel- und Lampensammlung von Vitra. Besonders innovativ ist dabei die Raumfolge. Von außen betrachtet handelt es sich um aufeinander gestapelte Häuser. Im Inneren dominiert jedoch der Wohncharakter. Und dennoch handelt es sich eigentlich um ein Museum. Dieses Spannungsverhältnis ist zu Beginn zwar etwas irritierend, aber letztendlich einfach genial.

Herzog & de Meuron ist eine Partnerschaft, die von fünf Senior Partnern geführt wird – Jacques Herzog (rechts), Pierre de Meuron (2. v. rechts), Christine Binswanger (links), Ascan Mergenthaler (2. v. links) und Stefan Marbach (mitte hinten). 1978 gründeten Jacques Herzog und Pierre de Meuron ihr gemeinsames Büro in Basel. Die Partnerschaft ist über die Jahre gewachsen. Christine Binswanger ist seit 1994 Partnerin, es folgten Robert Hösl und Ascan Mergenthaler (2004), Stefan Marbach (2006), Esther Zumsteg (2009), Andreas Fries (2011), Vladimir Pajkic (2012) sowie Jason Frantzen, Wim Walschap (2014) und Michael Fischer (2016). Ein internationales Team aus rund 40 Associates und 380 Mitarbeitenden arbeitet an Projekten in Europa, Nord- und Südamerika und Asien. Herzog & de Meuron hat Büros in Basel, Hamburg, London, New York City und Hong Kong. Das Spektrum an Gebäuden, welche Herzog & de Meuron entworfen haben, reicht vom Privathaus über Museen, Stadien und Krankenhäuser bis zu städtebaulichen Studien. Viele ihrer Projekte sind renommierte öffentliche Einrichtungen. Herzog & de Meuron haben aber auch bedeutende private Projekte, wie Fabrik-, Büro- und Wohngebäude, realisiert. Dem Büro wurden zahlreiche Auszeichnungen verliehen, darunter 2001 der „Pritzker Architecture Prize“ sowie 2007 die „RIBA Royal Gold Medal“ und der „Praemium Imperiale“. 2014 erhielt das Büro den Mies Crown Hall Americas Prize (MCHAP). www.herzogdemeuron.com